Tricks der Branche 2: Klicks für Scans
Michael Noack am 23.03.2007 09:38 Uhr
Der Wettbewerbsdruck nimmt auch in der Branche der Bürotechnik immer mehr zu. Um diesem Druck etwas zu entgehen und trotz allem noch genügend Geld zu verdienen, bewegt sich der eine oder andere Anbieter gern abseits des Weges der Tugend. Viele kleine und große Tricks werden angewendet, um den Kunden doch noch zu bekommen und/oder mehr Geld zu verdienen.
In einer losen Folge beleuchten wir die unterschiedlichsten Tricks und geben Handlungsempfehlungen.
Heute: Kosten Scans und gesendete Faxe Geld ?
Viele Multifunktionsgeräte können auch Faxen und Scannen. Traditionell werden in unserer Branche in Wartungs- und Mietverträgen die Kopien und Drucke gezählt (man sagt in der Branche "Klicks" oder "Clicks", weil es früher mechanische Zähler gab, die so ein Geräusch machten).
Nun sind einige Anbieter auf die Idee gekommen, mit dem steigenden Anteil der Scans Geld zu machen. Sie sprechen nur noch von Clicks und beziehen in den AGB's auch Scans und gesendete Faxe mit ein. Oder anders: sie wollen für einen Vorgang, der gerade mal ein paar Gummirollen einbezieht, das gleiche Geld haben wie für die beim Drucken verbrauchten Toner, Trommeln, Fixierung, Übertragungswalzen- und Bänder usw.
Wenn also bei z.B. 5.000 Drucken/Kopien und 1.000 Scans ein seriöser Anbieter EUR 50,- im Monat von Ihnen haben will und damit 1 cent pro gedruckter Seite anbietet (EUR 50,-/5.000) , rechnet Ihnen das schwarze Schaf einen Seitenpreis von 0,83 (EUR 50,-/6.000) vor.
Und 0,83 cent ist doch besser als 1 cent, gelle ?
Unsere Empfehlung:
Lassen Sie sich nicht beirren. Scans und gesendete Faxe kosten quasi nichts. Lesen Sie das Kleingedruckte und fragen lieber noch mal nach, damit Sie auch nur Vorgänge bezahlen, die das Druckwerk belasten. Vergleichen Sie nicht Äpfel mit Birnen.
Bisher erschienen in dieser Rubrik:
Teil 1: Leasingangebote mit Kündigungsoption
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